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"WEST - ÖSTLICHER DIVAN", 1990

Hommage an Johann Wolfgang von Goethe

entstanden 1990 in Pocitelj, Bosnien - Herzegovina (20 Exponate)

am Lago di Bolsena, Castiglione della Pescaia, Sutri  (16 Exponate)

Oberes Mühlviertel, Schlögener Donauschleife (4 Exponate)

 

 
                      Werk 13

 

 

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 Der Name „Bogumilen“ stammt vom Gründer der Sekte. Bogumil – das ist Freund Gottes oder Gottlieb – war ein bulgarischer Priester, der im 10. Jahrhundert lebte. Er gab seinen Namen einer schismatischen Gemeinde, die Jahrhunderte überdauerte und in ganz Europa bis nach England Einfluss gewann. Es wird gesagt, die letzten Mitglieder dieser ketzerischen Gemeinde seien erst 1878 in Sarajevo gestorben. Die bogumilische Lehre steht zu allen anderen großen Häresien in Beziehung, besonders zu den Paulizianern, den Manichäern, den Patarenern und den Katharern. Die Vorstellung von einem Demiurgen, einem Schöpfer der sichtbaren Welt zum Unterschied von der unsichtbaren Welt des höchsten Gottes, war natürlich schon sehr alt, und die Grundzüge der dualistischen Lehre stammen mit einiger Sicherheit von dem persischen Philosophen Zoroaster. Fast alle dualistischen Lehren sind ein Versuch, die Existenz des Bösen in der Welt zu erklären. Die Bogumilen verurteilten Heiligenbilder und die Verehrung von Reliquien, kurz alles, was der Befreiung des Geistes und der unmittelbaren Beziehung zu Gott im Wege stehen konnte. Den Bau von Kirchen lehnten sie als irdische Schöpfung ab. Der bilderfeindliche Zug nimmt offensichtlich protestantische Gedankengänge vorweg.

 

 

Relief an einem sog. Hausstein der Bogumilen in der Nekropole von Radimlija

 

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aktualisiert am 31.08.05 von Prof. M. Dinnes    -   © by Dinnes.net