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"RAUHNACHT - 1985" |
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| Bild 25 | |
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"Auf Weihnacht um an Muckenstich, auf Neujahr um an Hahnentritt, auf Dreikönig um an Hirschensprung und af Lichtmeß um a ganze Stund" Zu der Zeit wo das Jahr immer wieder neu geboren wird, wo die Tage anwachsen, wo aber auch die Kälte zunimmt ist die Zeit des Elementaren. In dieser Zeit gewinnen alle Dinge an Bedeutung, werden definiert als Gestalt. Die Wünsche, die Sehnsüchte treiben die Menschen in ihre Vorstellungswelt, die sie aus sich herausschälen und die dann plötzlich passiert. Es ist müßig, nach der Herkunft einzelner Gestalten zu forschen. Es sind Mischwesen nicht nur von ihrer Gestalt, sondern auch ihrer kulturellen Herkunft nach. Das Elementare ist eben nicht mehr teilbar. Der Fortgang des Lebens selbst schreibt sich in die Gestalten, die einen unstillbaren Drang entwickeln. So entstehen "Zwischenwelten", wie es Alfred Kubin einmal nannte. Aus diesem Reich drängt die Lust nach dem unvorhersehbaren, die Lust der Geschlechter, die Lust nach dem Unbekannten. Deshalb dreht sich bei den Rauhnächten vieles um Weissagungen, um Zukunft, um Fruchtbarkeit. Wenn die Schwelle überschritten wird, zeigt sich die dunkle Seite, wird hin und her verwoben, bis eine rächende Gestalt daraus erwächst. "Heit is´ d´Rauhnacht, wer hat´s aufbracht? Drei alte Weiber und a alter Geiger und a alter Hennafuas, den ma´ drei Tog sied´n muas"
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aktualisiert am 30.11.05 von Prof. M. Dinnes - © by Dinnes.net
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