|
"RAUHNACHT - 1985" |
|||
| Bild 11 | |||
|
|
|||
| Hammerschmiede, Köhler, Müller, Hirten und einige Großbauern wurden verdächtigt im Besitze eines "Schwarzbüchels", eines Zauberbuches zu sein. Dabei handelte es sich um das sechste und siebente Buch Mosis. Bei richtiger Anwendung nahm der Besitzer sein Schicksal selbst in die Hand. Der Großknecht eines Bauern fand einmal so ein Schwarzbüchl seines Herrn und las daraus laut vor. Plötzlich drückte eine riesige Gestalt mit einem Geißfuß das Fenster ein und riss den Knecht mit lautem Brausen durch das Ofenloch und zum Kamin hinaus. Der Großknecht blieb verschwunden, nur bei der nächsten Saat fand man überall versprengt die Knochen eines Mannes. |
|
||
|
Unweit des Viechtwanger Bauernhauses liegt der Fluss, den die Flößer zum Holzdriften benutzten. Dort steht auch eine kleine Kapelle. Folgende Geschichte soll sich hier zugetragen haben: in einer Vollmondnacht spät im Jahr beschlossen die Flößer weiter zu fahren. Plötzlich, als sie um eine Flussbiegung kommen, werden sie von einem Heer von Geistern belagert und bedrängt. Die Holzstämme zerbersten unter ihren Füßen, die meisten ertrinken in der Flut. Ein einziger kann sich retten, der aber ist von dem Augenblick an stumm. Er lebt fortan einsam im Wald und er ist es auch gewesen, der die Kapelle erbaute.
|
|||
|
|||
|
[ nächste Seite ]
aktualisiert am 30.11.05 von Prof. M. Dinnes - © by Dinnes.net
|
|||