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| "Heut is d´ Rauhnacht, wer
hats aufbracht? Drei alte Weiber und a alter Geiger und a alter
Hennafuaß, den ma drei Tag siedn muaß. Kropfa heraus, Kropfa
heraus, oder i stich enk a Loch ins Haus."
Rauhnächte waren auch Fasttage und am
nächsten Morgen zogen vermummte Burschen durchs Dorf, streckten
eine Heugabel durchs Fenster und verlangten mit einem Vers
meistens Schmalz - gebackenes. Andernorts nannte sich dieser Brauch das
Küachelstechen. Manchmal kamen sich mehrere Gruppen in die Haare,
was meistens in einer mordsmäßigen Prügelei endete. |

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Das "Viechtwanger
Reliquiar" entstand im Winter im Bauernhaus. Ein Ochsenfiesl,
ein Schleifstein, Dinge eben, die vergessen sind, wo man sich nicht
einmal die Mühe macht, sie wegzuwerfen oder im Wald zu vergraben,
erhalten neues Leben. Jetzt trotzen sie in der Winterkälte der
"Wilden Jagd", die über den Schneefirn tobt. |
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