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"HOMMAGE AN MOSTAR 1996 / 97" Ein 40-teiliger Zyklus, entstanden im Atelier in Mostar und in Regensburg
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Das orthodoxe
St. Nikolaus Kloster in Zitomislici stellt ein Kuriosum dar. Erbaut im
15. Jahrhundert konnte es seinen Fortbestand nicht nur im osmanischen
Reich beibehalten. 1566 wurde es grundlegend renoviert und vergrößert.
1993 wurde es durch kroatische Artillerie zerstört. Die Photographie
stammt von 1990 als Dinnes in Pocitelj arbeitete. |
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„Durch
einen Zypressenhain, der den Weg von der Hauptstraße säumt gelangen
wir in den Klosterhof, wo uns der Vorsteher des Klosters herzlich begrüßt.
Eine Gruppe von Mönchen bleibt misstrauisch in einer Ecke des Hofes
stehen und verrichtet weiterhin Alltagstätigkeiten. Der Vorsteher führt
uns in das Katholikon und bittet uns, hier zu warten. Aus einem
entfernten Winkel des Andachtsraumes holt er ein verstaubtes Bündel,
entfernt die Verschnürung und bringt eine Reihe von Ikonen zum
Vorschein. Mit dem Ärmel seiner Kutte fegt er über die Oberfläche
jeder dieser Kleinodien, bevor er sie ins Licht hält, um sie uns zu
zeigen: „Diese hier sei von Zar Nikolaus, der hier einmal war, und die
hier auch. Die anderen seien noch älter.“ Dann verschnürt er das Bündel
wieder, verschwindet damit im Dunkel des Katholikons. Manfred
G. Dinnes: „Reiseerinnerungen1990“
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| 1994:Die
kleine Brücke über die Radobolje galt als Modellbau für den großen
Bogen der „Stari Most“. Im Sommer 1994 beginnen die Menschen nach
fast über einem Jahr sich wieder auf den Straßen zu bewegen. Damit
wird ihnen aber auch das ganze Ausmaß des Krieges bewusst. Überall
trifft man Menschen, die ihre Angehörigen suchen, die zum Teil noch in
Konzentrationslagern dahinvegetieren. |
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Die
Ruhe in Mostar ist trügerisch. Zwar wurde eine Waffenruhe erklärt,
aber nachts fallen die Granaten, hört man MG- Feuer. Kein Strom, kein
Wasser, Ausgangssperre ab 21.00 Uhr. Die Versorgung mit Lebensmitteln
erfolgt über „UNPROVOR“, Notgeld
wird ausgegeben. Die Menschen beginnen aus ihren Kellerlöchern zu
steigen. Ausgemergelte Körper, krank, psychisch am Ende. Eine
Krankenversorgung ist im Aufbau, aber bis dahin...? Die Gesunden, soweit
dieses Wort erlaubt ist, beginnen zu„organisieren“.
Viele Menschen zerbrechen erst jetzt. |
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aktualisiert am 31.08.05 von Prof. M. Dinnes - © by Dinnes.net |
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