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"HOMMAGE AN MOSTAR 1996 / 97" Ein 40-teiliger Zyklus, entstanden im Atelier in Mostar und in Regensburg
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] [ Nachtrag ]
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Bild 01 |
Bild 02 |
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In das Bewusstsein der Mittel- und Westeuropäer trat der „Balkan“ als eigener Raum erst im 19. Jahrhundert ein. Die mittelalterlichen südosteuropäischen Reiche waren zu ihrer Zeit „moderne“ Staaten, die Teil der größeren europäischen Kultur und in manchen Bereichen der mittel- und westeuropäischen Kultur durchaus überlegen waren. Ihre Einbeziehung in das Osmanische Reich bedeutete für Byzanz und die gesamte Region der Balkanhalbinsel die Ausgrenzung aus Europa, die fast völlige Abkoppelung von all jenen großen Entwicklungen, die das übrige Europa in den folgenden Jahrhunderten durchlebte: Renaissance, Humanismus, Reformation, Barock und Aufklärung gehen an Südosteuropa ebenso vorbei wie die gesamte Ausweitung des Wissens und die Entwicklung der Technik, der Wirtschaft und des Städtewesens. Südosteuropa wird statt dessen zur Provinz eines Weltreiches, daß nicht nur eine fremde Religion als Staatsreligion hat, sondern auch über eine innere Struktur und eine Verwaltung verfügt, für die es in Europa keine Parallelen gibt. Ihre Vorherrschaft setzen die osmanischen Herrscher in den unterworfenen Gebieten vor allem durch die Vernichtung der einheimischen Führungsschicht durch. Die balkanischen Länder verloren in wenigen Jahren weitgehend ihren Adel, ihre traditionelle Führungsschicht. Ausgenommen von der Vernichtung waren lediglich jene Adligen, die zum Islam übertraten - wie der ganze Adel Bosniens – oder aber die Führungsschicht einiger strategisch wichtiger Orte. Die Folgen waren das Verschwinden einer sozialen und kulturellen Elite und die Nivellierung und Verbäuerlichung der gesamten Bevölkerung. Als Kaiser Theodosius der Große im Jahre 395 n. Chr. Das Römische Reich endgültig aufteilte in das Weströmische und das Oströmische Reich, da zog er eine von Norden nach Süden verlaufende Grenzlinie entlang den Flüssen Drina und Moraca, die für das Schicksal der Balkanhalbinsel bis heute entscheidend geblieben ist. Westlich dieser Grenzlinie setzte sich weströmisch-lateinischer, östlich von ihr byzantinisch-griechischer Einfluss durch; und als Jahrhunderte später die südslawischen Stämme das Christentum annahmen bildete diese Grenze gleichzeitig eine Religionsgrenze die 1054 endgültig wurde. Anders die Situation in Bosnien, wo sich im 13. Und 14. Jahrhundert die aus Bulgarien stammende Sondermeinung, der Bogumilismus mit einer streng dualistischen Weltauffassung festsetzen konnte. Diese „Häresie“ wurde gleicher weise von weströmischer wie oströmischer Seite bekämpft, so dass es nicht verwunderlich ist, das beim Vordringen des Osmanischen Reiches in Bosnien zuerst der Adel, dann die Bevölkerung zum Islam übertraten. Da jedoch viele archaische und vorchristliche Tendenzen stets ihre Gültigkeiten beibehielten, entwickelte sich keine Eindeutigkeit der Abgrenzung. |
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Mostar mit seiner berühmten Brücke (Kupferstich um 1880)
„Unvergleichlich
ist der smaragdgrüne Wasserspiegel der Narenta, die zwischen aufragenden
Klippen und herabgestürzten Blöcken tief unten rauschend dahinschießt,
unvergleichlich der schmale Bogen, der wie ein steinernes Seil oder besser
wie eine versteinerte Iris hoch über den Abgrund gespannt ist; in der Mitte
des Bogens, an seiner höchsten Stelle, hat ein Feigenbaum seine Wurzeln in
den Stein geschlagen, reiche Vegetation grünt auf den geborstenen ,
Besorgnis erregenden Strandpfeilern, und als sei es des Wassers nicht genug
da drunten, ergiesst sich in mehreren Strahlen ein von der Radobolja
abgeleiteter Mühlgang dicht neben der Brücke am rechten Ufer, über Felsblöcke
sprudelnd, in den Strom. Die Narenta ist hier so tief, Dass kecke Burschen
es wagen, gegen ein geringes Entgeld vom höchsten Punkt der Brücke, bei 90
Grad über dem Wasser, sich kopfüber in die reissende Fluth zu stürzen, -
ein Unternehmen, dass auch unsere kühnsten Schwimmer nicht nachahmen
werden, wenn sie von der schwindelnden Höhe hinabsehen in das von Felsblöcken
eingeengte Gewässer. Aus:
Moriz Hoenes, Alterthümer der Herzegovina.
Sitzungsberichte der
philosophisch- historischenClasse
der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Wien 1881, S. 501
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