| Die "Merkzetterl
1999" bestehen aus sechzig Zeichnungen, die in einem Zug über
ca. zehn Tage entstanden. Solche Miniaturen bilden das Grundgerüst
der späteren Bilder, sind als internes "Alphabet" zu
verstehen. Von Zeit zu Zeit entstehen bei Dinnes derartige Serien,
die er selbst als jeweilige Selbstkonstituierung versteht. Während
dieses Prozesses werden Regulative bestimmt, die das Wesen der
nächstfolgenden Bilder mitbestimmen. Diese Zeichnungen führen in
der Regel ein Schattendasein - niemand bekommt sie zu sehen, dabei
stellen sie die Brücke zum Ursprung der Bilder selbst dar. Dieses
Eintauchen in das Universum der Formen, eines Reiches also, dessen
interne Verbindung bisher uns Menschen verschlossen bleibt,
erfordert jeweils die Aufgabe des bisher Gefundenen. Die Frage nach
dem Bekanntheitsgrad einer jeweiligen Form, die allgemein als
"Gegenständlich" oder "Ungegenständlich"
beantwortet wird, ist in diesem Zusammenhang absurd. Die Welt der
Formen richtet sich nicht nach gewohnten Seh- und Anschauungsnormen.
Hier hat nun der Betrachter erstmals Gelegenheit an den Ursprung des
Wesens dessen heran zu kommen, das den Bildern von Dinnes zu eigen
ist.
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