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"METARAUM XII - RAUM, KÖRPER, UTOPIE" 1994 Bildhauersymposium des Berufsverbandes Bildender Künstler Niederbayern / Oberpfalz im Thon- Dittmer- Palais, Regensburg 1995 Modellvorhaben "NEUE RÄUME", Mayer`sche Hofkunstanstalt München |
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| Das vorliegende Projekt beruht auf der Tatsache, dass Raum an sich in unserer Vorstellung nur bemessbar durch Orientierung ist, also durch Verkörperung einer Sache, des Dinges. Zu diesem Zwecke entwickelten sich im Laufe der Jahrtausende eine Vielzahl von Geometrieebenen. Die Euklid´sche Geometrie ist heute die Gebräuchlichste, ihrer Einfachstheit halber. In der Zwischenzeit jedoch müssen wir feststellen, das bestimmte Faktorennetze so nicht bemessbar sind. In unserer Entwicklung entwerfen wir neue Geometrien, sei es die hyperbolische, sphärische, topologische oder fraktale Geometrieebene. Allen gemeinsam ist, das sie nur für einen bestimmten Bereich anwendbar sind. Ihre Axiome sind fixiert auf bestimmte Dinge, der Raum bleibt nach wie vor unbekannt. Dieser Zustand hat unter anderem zur Folge, das es bis heute kein schlüssiges System gibt, das Formen in ihrer Zusammengehörigkeit ableiten könnte, wie es z. B. bei Farben der Fall ist. Eine andere negative Komponente betrifft die Sehweisen des Menschen selbst, die durch diese einseitige, konventionalisierte Sicht der Dinge sich dem Unbekannten sperrt. Die Wahrnehmung bleibt fixiert auf bereits Bestehendes, die umfassendere Welt der Möglichkeiten wird beschränkt zugunsten einer einmal sich formierten Wirklichkeit. | |||
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| Im Grunde stellt die Wahrnehmung eine Deformation des Gegenstandes dar, in dem Sinne, dass die Dinghaftigkeit sich je nach der Disposition des Wahrnehmenden verändert. Dieser Explorationsprozess gelangt durch eine Entscheidung zum Stillstand und kristallisiert sich zur gedachten Form. Das Wahrgenommene erscheint als die für den Augenblick stabilisierte, innerhalb des sinnlichen Bereichs bleibende Konfiguration, die als Urteil nicht mehr hinterfragt wird. Gemeinsame Untersuchungen mit Dr. Nadim Sradj ( Ophthalmologie ) führten zu einer Anzahl von Ergebnissen, in der die weitaus umfangreichere Möglichkeit an Stelle der relativ engen Wirklichkeit tritt. Die sich daraus entwickelte "AXIOMATISCHE THEORIE" will nicht von der Erscheinung zum Wesen gelangen, sondern die Möglichkeit gegenüber der Wirklichkeit positionieren. | |||
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Geometrische Verwandlung des Gegenstandes von der euklidischen über die hyperbolische und sphärische bis hin zur Meta- euklidischen Form (Aus: Deutsches Ärzteblatt - Ärztliche Mitteilungen 88. Jahrgang / Heft 46, A: Seite 4042 / 14. November 1991 |
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| Das oben dargestellte Projekt ist ein Ausdruck dieses geistigen Hintergrundes. Ein dreiflächiger Glaskörper mit einer innenlaufenden Spindel, die sich nach außen fortsetzt. Eine Beleuchtungsanlage im Inneren der Säule, die über sich drehende Linsen das Licht in den Glaskörper fokussieren, schaffen ein stets sich veränderndes Umfeld durch dessen Abstrahlung. | |||
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| Sradj M.&N., Dinnes M., Bauer W.:
Theorie und Praxis der Axiomatischen
Kunst.
In: Deutsches Ärzteblatt 88 (46A) 1991 S. 40 -
42
Sradj N.: Les axiomes geometrieques et la pertubation spatiale Association francaise de Strabologie. Bull. Soc. Opht. France XCI; 1991: 8 - 9 Sradj N.: Systemtherapie der Maculadegeneration. 3. Auflage; III. Kapitel
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aktualisiert am 31.08.05 von Prof. M. Dinnes - © by Dinnes.net
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