| Zeit ist nie genug, hier auf dem
Athos. Und so viel man erfassen möchte, so viele Fragen, die
unbeantwortet bleiben, machen die Auseinandersetzung mit diesem
uralten, sich immer erneuernden Kulturboden nicht leichter. Ich
bleibe Zaungast. Ich versuche, eine Position zu finden, nicht zu
verstehen. Der Athos – heute ein Teil der Europäischen Union –
mit seiner ungeheuren Vielfalt der Kulturentwicklung, fußend auf
einem Völkergemisch über ein gutes Jahrtausend hinweg, gehört zur
Entwicklung des Abendlandes, ist ein Träger abendländischer
Entwicklung. Darüber hinaus mag die Tradition des Athos für die
Zukunft ebenfalls einen Brückenkopf darstellen, mit seiner
Geistigkeit an der weiteren Entwicklung dieses europäischen
Gedankens der Gemeinsamkeit zu arbeiten. Auch in Hinblick auf die
Nachbarkulturen.
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Eine Bleistift Zeichnung mit Tusche laviert aus
dem alten Russenkloster Xylourgou – Bogoriditsa aus dem Jahre
18190 zeigt den von den Russenmönchen hochverehrten Starez Seraphim
Serafskij. Der Terminus Starez ist ein Zeichen für Prestige und
Respekt, das im russischen Mönchtum charismatischen Persönlichkeiten
zuerkannt wird.
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