Athos 2001
 
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"ATHOS 2001 / 40  -  Kloster Zougraphou"

St. Johann, 09. X. 2001

    Eitempera, Aquarell auf handgeschöpftem Bütten ( h: 42 cm - b: 59 cm )

 

 

Zougraphou

 

Bereits an der Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert tauchen auf dem Athos die ersten Bulgaren auf. Wann das Kloster erbaut wurde ist nicht sicher. Um 1200 wird es als Kloster der Bulgaren benannt. Während der Unionsbestrebungen unter Johannes Vekkos fielen dessen Anhänger 1276 sechsundzwanzig Ordensleute in die Hände, die bei lebendigem Leib in dem Turm verbrannt wurden, in den sie sich zu ihrem Schutz zurückgezogen hatten. ( In der Nordwestecke des Klosters wurde 1873 ein Antiunionistisches Denkmal zu Ehren dieser 26 Ordensleute errichtet ). Daraus mag ersehen werden, wie langatmig Geschichte auf dem Athos gehandhabt wird. Zougraphou wurde einige Jahre später von den Katalanen überfallen und ausgeplündert, anschließend in Brand gesteckt. Unter der Herrschaft der Paäologenkaiser Andronikos II bis Johannes V. konnte das Kloster wieder instand gesetzt werden. Zur Zeit der türkischen Besatzung verfiel das Kloster immer mehr und war nahezu verlassen. Erst ab 1502 bevölkerte sich das Kloster wieder langsam. Die jetzigen Bauten stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. In der Kapelle „Maria Heimholung“ ( Kimissis ti Theotoku) ist eine wundertätige Ikone vom Akathistos- Typ aufbewahrt, die auf serbisch Khairovo (Gottesmutter des Grußes) genannt wird. Sie soll einen Eisiedler vor den Unionisten gewarnt haben, der zum Kloster eilte, worauf die meisten Mönche sich in den Wäldern verbargen. Nicht aber eine Gruppe von 26 Mönchen, die samt der Ikone sich im Turm verschanzten. Sie wurden alle verbrannt im Turm, die Ikone jedoch blieb unverletzt.

Es gibt keine andere Klostergeschichte auf dem Berg Athos, die so verworren und schwer fassbar wäre, wie die des Bulgarenklosters Zographou. Dieses Schicksal teilt das Kloster mit der Geschichte des bulgarischen Volkes, das in Europa auch weitgehend unbekannt ist.

 

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aktualisiert am 18.07.07   -   Prof. M. Dinnes   -   eMail: galerie (@) dinnes.net   -   © by Dinnes.net