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| Eines der ältesten und
legendenumwobensten Klöster auf dem Athos ist Xeropotamou, was wörtlich
„trockener Fluß“ heißt. Man stößt auch in der Nähe auf ein
ausgetrocknetes Flussbett und deshalb hieß das Kloster auch früher
„Großes Kloster von Chimaros (so der Name des Flusses).“ Man
nannte die Anlage auch das „Steinerne Kloster, was darauf
hindeutet, das alle übrigen Klöster wohl ursprünglich eher
Holzbauten waren. Xeropotamou liegt vielleicht auf den Resten des
alten Apollonia. Der Überlieferung nach gründete Prinzessin
Pulcheria, die Schwester des Kaiser Theodosios II. (408
– 450) Xeropotamou. Pulcheria übte auch später auf ihren
Gemahl, Kaiser Markian (450- 457) großen Einfluß aus. Unter dessen
Egide fand auch das Konzil von Chalzedon (451) statt, mit dem die
erste Spaltung der Kirche sich abzeichnet und die im 3. Konzil von
Konstantinopel (680) endgültig sanktioniert wird. Die Monophysiten,
um die es ging leben heute noch in Form der äthiopisch- orthodoxen,
der koptischen und der armenischen Kirche weiter. Mag sein, das
dieser Zwist zu einer Fluchtbewegung führte, von dem der Athos sich
nährte. Beweise dafür wird man nicht finden.
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Xeropotamou,
geweiht den 40 Märtyrern von Sebaste (Osttürkei), die zum
Tod durch Erfrieren von Kaiser Licinus 320 verurteilt wurden. |
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