Athos 2001
 
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"ATHOS 2001 / 35  -  Kloster Dionysiou"

St. Johann, 28. IX. 2001

  Naturpapier in Kasein, Blattgold, Eitempera, Aquarell, Tusche auf handgeschöpftem Bütten ( h: 42 cm - b: 59 cm )

 

 
 

Doppelseitig bemalte Ikone:

a)      Der Gründer des Klosters Dionysiou, Alexios III. Komnenos mit dem Schutzpatron Johannes Baptist

b)     Die Heiligen Canidios, Eugenios, Valerian und Acylas

Olivenholz, Eitempera, 72,5 x 50,5cm

Kloster Dionysiou, ca. 1375

 

Gott als Bildner der sichtbaren und unsichtbaren Schöpfung hat die höchste Selbstabbildung vollzogen: in der Menschwerdung des Sohnes. So ist Gott auch der erste „Ikonographos“, der erste Abbildner des Göttlichen. Aus diesem Selbstverständnis der Ikonenmalerei ergibt sich, das niemals das Bild selbst, sondern immer nur das abgebildete Urbild Gegenstand und Ziel der Verehrung und der Liebe ist. Eine Ikone ist ein „Fenster zum Himmel“. Freilich haben Gott und die Heiligen „Fenster“, in denen sie sich besonders gerne zeigen. Dazu zählen die „nicht von Menschenhand geschaffenen“ Ikonen, die Achiropiiti, die außergewöhnliche Gnaden spenden oder die „thaumaturgischen“ Ikonen, die, so die Überlieferung, Wunder zu vollbringen vermögen. Einige Ikonen werden dem Evangelisten Lukas zugeschrieben, der siebzig an der Zahl gemalt haben soll. Im Bema der Protatonkirche in Karyes thront die auf dem Athos am meisten verehrte Ikone, die AXION ESTI („Es ist würdig...“). Die Legende erzählt, dass der Erzengel Gabriel im 10. Jhdt. vor dieser Ikone den von Kosmas Majuma im 8. Jhdt. komponierten  Axin esti („Es ist wahrlich würdig, Dich, oh Gottesmutter, selig zu preisen“) gesungen hat. Diese sogenannten tragbaren Ikonen sind Kultbildnisse, die auch bei Prozessionen mit getragen werden. Die Ikonen der „Ikonostase“ dagegen sind der Andacht gewidmet und schmücken die Ikonostase, der den Naos von der Bema trennt. Neueren Statistiken zufolge existieren auf dem Athos ca. 20000 Ikonen, die keineswegs wissenschaftlich untersucht sind. Die Mönche versperren aus Misstrauen und Eifersucht den Zugang und hüten, wohl auch zu recht, ihre Ikonen.

 

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aktualisiert am 18.07.07   -   Prof. M. Dinnes   -   eMail: galerie (@) dinnes.net   -   © by Dinnes.net