Athos 2001
 
Bild 29   vorheriges    Übersicht    nächstes
 
 
"ATHOS 2001 / 29  -  Steinpfad von Kerasia nach Kavsokalyvia"

St. Johann, 11. IX. 2001

Glimmerschiefer, Aquarell auf Eitempera auf handgeschöpftem Bütten ( h: 42 cm - b: 59 cm )

 

 

Vom Salz des eigenen Schweißes grau verkrustet, Beine, die ihren Dienst versagen. So erreichen wir am späten Nachmittag nach einem Abstieg von über 2000 Metern die Skite Kavsokalyvia. Ihren Namen verdankt sie dem auf dem Athos hoch verehrten Mönch Maximos, der im 14. Jhdt. hier lebte. Ihm wurde der Beiname Kavsokaliwit (Hüttenverbrenner) gegeben, weil er immer, wenn sich ein Mönch in seiner Nähe niederließ, seine armselige Hütte verbrannte und sich noch tiefer in die Bergwildniss zurückzog. Heute besteht Kavsokalyvia aus ca. 40 Kalive, die sich um das 1745 geweihte Kiriakon lose gruppieren. An diesem Ort wird eine Quelle verehrt, die heilbringendes Wasser führt und als sehr belebend gilt. Beim Zustand unserer Ankunft hier, half auch das nicht mehr. Später werden wir in die Küche gebeten und der Vorsteher der Skite versorgt uns rührend mit einem Linsengericht. Die Nacht ist schlaflos – der Höhenunterschied.

Buchstäblich einer Erscheinung gleich taucht nach stundenlangem Abstieg vom Gipfel des Athos die Skite Kavsokalyvia auf. Die Erschöpfung ist groß nach einem mühseligen Fußmarsch, der über loses Geröll führt. Dann, im letzten Teilstück zwischen Kerasia und Kavsokalyvia Treppenwege.

 

[ naechste Seite ]


aktualisiert am 12.09.08   -   Prof. M. Dinnes   -   eMail: galerie (@) dinnes.net   -   © by Dinnes.net