Kellion bei der Skiti Prodromou unweit von Kap
Akrathos
Nicht
alle der Mönche auf dem Athos leben in den 20 Klöstern oder in
Karyes, der Hauptstadt der Mönchsrepublik. In zahlreichen Einzelgehöften
finden sich Gruppen, meist bestehend aus drei Personen, die zwar
einem der Großklöster unterstehen, jedoch einen eigenen Rythmus
haben. Die Tradition dieser Kellioten geht zurück auf das 4. Jhdt,
in die Zeit der Wüstenväter. In Ägypten, im westlichen Nildelta
zwischen Alexandrien und dem heutigen Kairo liegen die berühmten Mönchssiedlungen
Nitria, Kellia und Sketis. Kellia wurde von den Anachoreten Amun und
Antonios gegründet. Bei den Kellioten kann man eine Art
„Formenverweigerung“ feststellen, der die Befürchtung zu Grunde
liegt, die hierarchischen Strukturen der „alten Welt“ könnten
sich unversehens auch des neuen Lebens bemächtigen. Die Kellioten
auf dem Athos stellen heute eine Art „Bauerstand“ dar. Jedoch
sind auch Malerkolonien anzutreffen. In manchen Kellien wird
Weihrauch produziert.
Große Deesis mit Heiligen, 17. Jhdt., Skiti Aghia Anna
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