Athos 2001
 
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"ATHOS 2001 / 21  -  Die Phiale von Megistis Lavras"

St. Johann 05. VIII. 2001

Aquarell auf Eitempera, Kreide auf handgeschöpftem Bütten ( h: 42 cm - b: 59 cm )

 

 

 

Die Phiale ( Weihbrunnen ) des Klosters Megisti Lavra. Im Hintergrund eine Zypresse, die schon Athanasios der Athonit gepflanzt haben soll. So die Legende.  Nachdem die Gründung des Klosters im Jahre 963 stattfand, wäre das Alter des Baumes mehr als tausend Jahre. Im Inneren der Phiale befindet sich ein Weihebecken aus einem monolithischen Porphyrbecken mit ca. drei Metern Durchmesser. Aus der Mitte ragt eine Bronzestele mit dem Attribut der Mönche vom Athos – dem Doppeladler. Die Fresken in der Kuppel stammen aus dem 17. Jhdt. und beziehen sich auf die Taufe Christi. Die Trägerkonsolen der Säulen  werden von Löwenfiguren gebildet, deren Herkunft ungewiss ist wie ihr Alter.

 

 
Normalerweise liegt die Phiale im Klosterhof zwischen Katholikon und der Trapeza. Früher wusch man dort Hände, Unterarme und Gesicht vor dem Betreten der Kirche. Dieses überlieferte Ritual wurde im Christentum mit der Zeit unterlassen, während es von den Muslimen aufgegriffen und übernommen wurde. Jedes Jahr am Tag der Epiphanie wird in den athonitischen Klöstern das Wasser in den Phialen feierlich geweiht. Diese Zeremonie, wenn auch in weniger feierlicher Form, wird jeden ersten Sonntag im Monat wiederholt. Das Wasser wird in allen Klostergebäuden versprengt.  

 

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aktualisiert am 18.07.07   -   Prof. M. Dinnes   -   eMail: galerie (@) dinnes.net   -   © by Dinnes.net