| Seit frühester Zeit hat sich
christliches Leben immer wieder in asketischen Lebensformen
verwirklicht. Es hat damit auf Bestrebungen zurück gegriffen, die
in der antiken Umwelt bestens bekannt waren. Das eigentliche Mönchtum
aber, das mit der Abtrennung einzelner, zu radikaler Askese
entschlossener Menschen aus dem Gemeindeverband beginnt, den
sogenannten Anachoreten, setzt erst im ausgehenden 3. Jhdt. ein und
entfaltet sich zugleich in verschiedenen Gegenden mit christlichen
Gemeinden. Der Anachoret verbringt seinen Tagesablauf mit
meditativem Beten und Arbeiten. Auch andere Formen sind bekannt:
Wanderasketen, Säulenheilige, Dentriten (in Bäumen hausend),
Inklusen ( eingemauert in einer Zelle) oder andere exzessive
Lebensweisen. |