Athos 2001
 
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"ATHOS 2001 / 05  -  Der Schatten des Berges"

Alfenalm, Villgratental 01. VII. 2001

 

 
Für den Menschen aller Kulturen spielte der Berg immer eine wesentliche Rolle, glaubte er doch, damit mit seinen Göttern in Verbindung treten zu können. Moses empfängt die Gesetzestafeln am Sinai, in Tibet gelten die Berge des Himalaya als Göttersitz. Heilige Berge gibt es heute nur noch wenige. Der Sinai gehört zu ihnen, auch der Athos. Beim Betreten der Klosterhalbinsel legt sich der Schatten des Berges auf die Seele. Er ist allgegenwärtig und man entrinnt ihm nicht. Diese urgewaltige Pyramide aus weißem Marmor, die auf einer Landbreite von nur 8 km sich in eine Höhe von 2033m aufschwingt   bildet den Mittelpunkt des mönchischen Lebens. Wie auf einer Perlenschnur gereiht liegen die zwanzig Klöster in Küstennähe immer auf Sichtweite zum Gipfel. Wir hatten die Freude, den Gipfel bei beständigen Wetter, sprich Hitze, besteigen zu können.

 

...schwang sich herab von dem Horn des Olymp / Über Piera fort und Emathias liebliche Landschaft / Stürmte sie über die schneeigen Berge der riesigen Thraker / Über die obersten Gipfel, und  nie die Erde berührend, schwebte sie nieder vom Athos und kam zu wogenden Meere; / Lemnos erreichte sie dann, die Stadt des göttlichen Thoas

Ilias XIV, 225-230

Dies ist die älteste Überlieferung, die den Athos benennt und sicherlich ist es kein Zufall das bereits hier der Berg mit einer weiblichen Gottheit in Verbindung gebracht wird.

 

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aktualisiert am 18.07.07   -   Prof. M. Dinnes   -   eMail: galerie (@) dinnes.net   -   © by Dinnes.net