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| Für den Menschen aller Kulturen spielte der Berg
immer eine wesentliche Rolle, glaubte er doch, damit mit seinen Göttern
in Verbindung treten zu können. Moses empfängt die Gesetzestafeln
am Sinai, in Tibet gelten die Berge des Himalaya als Göttersitz.
Heilige Berge gibt es heute nur noch wenige. Der Sinai gehört zu
ihnen, auch der Athos. Beim Betreten der Klosterhalbinsel legt sich
der Schatten des Berges auf die Seele. Er ist allgegenwärtig und
man entrinnt ihm nicht. Diese urgewaltige Pyramide aus weißem
Marmor, die auf einer Landbreite von nur 8 km sich in eine Höhe von
2033m aufschwingt bildet
den Mittelpunkt des mönchischen Lebens. Wie auf einer Perlenschnur
gereiht liegen die zwanzig Klöster in Küstennähe immer auf
Sichtweite zum Gipfel. Wir hatten die Freude, den Gipfel bei beständigen
Wetter, sprich Hitze, besteigen zu können. |
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...schwang
sich herab von dem Horn des Olymp / Über
Piera fort und Emathias liebliche Landschaft / Stürmte
sie über die schneeigen Berge der riesigen Thraker
/ Über
die obersten Gipfel, und nie
die Erde berührend, schwebte
sie nieder vom Athos und kam zu wogenden Meere; / Lemnos
erreichte sie dann, die Stadt des göttlichen Thoas
Ilias XIV, 225-230
Dies ist die älteste Überlieferung, die den Athos benennt
und sicherlich ist es kein Zufall das bereits hier der Berg mit einer
weiblichen Gottheit in Verbindung gebracht wird.

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