Athos 2001
 
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"ATHOS 2001 / 02  -  Kloster Megistis Lavras"

Alfenalm, Villgratental 26. VI. 2001

Aquarell auf Lithoponegrund, Glimmerschiefer auf handgeschöpftem Bütten ( h: 42 cm - b: 59 cm )

I. M. Megistis Lavras – das heilige Kloster der „ größten Ansammlung von Einsiedlerhütten“ geht zurück auf eine Gründung des Hl. Athanasios dem Athoniten im Jahre 963 n. Chr.

Das Kloster liegt in einer Höhe von 240m über dem Meer auf einer Ebene, die zur See hin scharf abfällt. Unwegsames Gelände, scharfe Klippen lassen es nicht ratsam erscheinen, diesen Ort aufzusuchen. Der Festungscharakter der Klosteranlage dürfte  erst 300 – 400 Jahre später entstanden sein, zu der Zeit also, als Piraten und Sarazenen das Mittelmeer verunsicherten. Der Freundschaft des bithynischen Adeligen aus Trapezunt, der als Asket unter dem Namen Athanasius auf dem Athos lebte und dem kaiserlichen General Nikephoros Phokas ist diese Gründung zu verdanken. Phokas, der 961 den Sarazenen im arabisch besetzten Kreta eine entscheidende Niederlage zufügte, wollte im Anschluss, die dem Freunde versprochene Mönchskutte nicht anlegen, sondern usurpierte den Thron. Die Aussöhnung mit dem Freunde führte zur Unterstützung des Klosterbaus. Als Nikephoras II. Phokas im Jahre 969 ermordet wurde und Kaiser Johannes I. Tsimiskes die Macht übernahm, bestätigte er nicht nur die bestehenden Privilegien und das „Erste Typikon“(Klosterverfassung) des Athanasios, sondern gab durch eine Goldsiegelbulle dem Kloster Reichscharakter. Damit bestimmte er, dass Megisti Lavra direkt ihm, dem Kaiser unterstehe. Aus dieser Zeit stammt der Turm des Tsimiskes. Als 1963 die Tausendjahrfeier von Megisti Lavra durchgeführt wurde, bürgerte sich fälschlicherweise die Vorstellung ein, der Athos insgesamt würde erst seit 1000 Jahren bestehen. In Wirklichkeit brachte Athanasios die koinovitische Ordensregel, die mehr die Gemeinsamkeit im Klosterleben einführte. Dadurch gingen jedoch traditonelle  mehr individuelle Lebensformen verloren. Die  idiorrhytmische Regel ist heute zurück gedrängt auf einige Skitai ( dörfliche Wohngemeinschaften). Megisti Lavra, das Kloster mit dem größten Grundbesitz auf dem Athos ( der Athos selbst steht auf dem Grund der Lavra) gleicht in seinem Inneren einer städtischen Siedlung, mit verwinkelten Hinterhöfen, Gässchen und Kaminen. 

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aktualisiert am 18.07.07   -   Prof. M. Dinnes   -   eMail: galerie (@) dinnes.net   -   © by Dinnes.net