|
|
||
|
PROJEKT:"KAIROS" [ zurück zum Anfang ] [ home ] [ nächste Seite ] |
||
Tafel
10
Bewegung
und Ruhe
Heraklits
Spruch „panta rhei“ (alles fließt) beschreibt die ewige Bewegung
des Daseins. Dies wurde zur Schicksalsfrage der menschlichen Vernunft
erhoben. Da dieser Bewegungsbegriff Widersprüche und Aporien mit sich
brachte, hat der Philosoph Zenon dieses Prinzip ersetzt durch die
Gegenbehauptung „alles ruht“.Ursache
der Bewegung sind Kraft, Gegensatz und Spannung. Ausdruck der Bewegung
ist die Einheit der Gegensätze, die Dialektik des Absoluten und des
Relativen, des Subjektiven und des Objektiven, des Konstanten und des
Inkonstanten. Diese allgemeingültige Aussage drückt das Geschehen in
Natur und Geschichte aus. Die Entwicklung des Begriffs „Bewegung“
erfuhr eine Akzentverschiebung vom Wesen der Bewegung zum
Mechanismus derselben. Die Erklärung verließ das metaphysische Prinzip
der vier Elemente (Wasser, Erde, Feuer und Luft) und bewegte sich über
die aristotelische Akt-Potenz-Lehre bis hin zur nachrelativistischen
Physik und Thermodynamik. Hierin spiegelt sich die Bewusstseinerhellung
des Menschen über sich und die Natur wider. Die Erkenntnis der
Bewegungsidee deckt sich mit der Erkenntnis der erlebten Wirklichkeit, nämlich
das Wissen darüber, was ruhend, was bewegt ist, beweglich sein muss
oder sein soll. Unter dem Aspekt der Wahrnehmungspathologie erfährt die
Kategorie Bewegung als eine Struktur der vierdimensionalen
Raum-Zeit-Welt, die Weltlinie eine Erweiterung in eine acht -bis
neun-dimensionale offene Welt der Komplexität. Wir haben eine
vierdimensionale Räumlichkeit (euklidisch, hyperbolisch, sphärisch und
fraktal) und fünf zeitliche (euklidisch, hyperbolisch, sphärisch,
fraktal und metabolisch) Dimensionen. Die Einheit wird zur Vielheit, die
geschlossene Welt öffnet sich dem unendlichen Universum. |
||
Manfred G. Dinnes: Aus
dem 40-teiligen Zyklus: „ATHOS 2001“
|
||
|
Conception, idea and realisation by Dr. Nadim Sradj and Prof. Manfred G. Dinnes - © Copyright by Sradj / Dinnes 2002
|
||
[ naechste Seite ]
|
||
|
aktualisiert am 12.01.06 von Prof. M. Dinnes - © by Dinnes.net
|